(Un-)Zweck ist ein Begriff der einlädt Aufgaben, Funktionen und Wechselbeziehungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteur*innen unter die Lupe zu nehmen.
Dazu unterstützende Überlegungen:
Was ist das?
Was macht das mit mir?
Was mache ich mit das?
Aufgabe, Funktion & …
Symbiose, Parasitismus… (Räuber-Beute?)
Autor*in: Le Thuc Anh Mai
Wahrscheinlich hat jede Person einen individuellen Alltag. Wege, Gewohnheiten, Tätigkeiten, die wir so regelmäßig gehen bzw. ausüben, dass sie fast automatisiert wirken könnten. Oder, wie Helga Kämpf-Jansen (2001: 254) es beschreibt: „Wissenschaft muss versuchen zu erklären, Kunst erklärt nichts, aber klärt etwas, und das Alltägliche erklärt sich durch sich selber.“
Autor*in: Lucia Grüthling
Kämpf-Jansen, Helga (2001): Ästhetische Forschung. Wege durch Alltag, Kunst und Wissenschaft. Zu einem innovativen Konzept ästhetischer Bildung, Köln: Salon Verlag.
Bändchen sind…
… lang und kurz
… starr und doch wendig
… knisternd, raschelnd & glatt
… nicht so gut schmeckend
… vielseitig (einsetzbar)
Autor*in: Le Thuc Anh Mai
Begegnung bezeichnet das bewusste oder zufällige Aufeinandertreffen von Menschen, Eindrücken oder Gedanken, das eine Veränderung in der Wahrnehmung auslöst. Sie entsteht dort, wo Menschen, Gedanken oder Blickrichtungen sich kreuzen, wo Routinen kurz unterbrochen werden und ein Moment der Aufmerksamkeit, Irritation oder Reflexion möglich wird.
Autor*in: Isabelle Hain, Pauline Hilgefort
Anlässe, um ins Nachdenken zu kommen und eine Form der Positionierung in der Verknüpfung von Praxis und Theorie: Begriffe setzen einen Fokus im je eigenen Argumentieren und Reflektieren und helfen eine Perspektive in einem Kontext oder Feld zu entwickeln.
Autor*innen: Christine Heil, Lea Maria Manthei
Anlässe, um ins Nachdenken zu kommen …
Etwas beobachten und das Beobachtete aufzeichnen. Es kann auf individuelle Art beobachtet werden und das kann auch auf individuelle Weise aufgezeichnet werden.
Autor*in: Lucia Grüthling
Am Anfang stehen gemeinsame Übungen und Experimente der Beobachtung und Aufzeichnung der Beobachtungen. Die Verknüpfung mit Arbeiten künstlerischen Arbeitsformen und Konzepten sowie mit Texten der Kunstdidaktik, der qualitativen empirischen Forschung und Medien-/Wahrnehmungstheorien öffnen ein Feld der Reflexion und bieten Anregung. Das Seminar erarbeitet damit Fachbegriffe und methodische Impulse, um eigene künstlerisch wie pädagogisch angestoßene Prozesse in unterschiedlichen Hinsichten dokumentieren und reflektieren zu können. Parallel zum Semester gibt es die Einladung zu einer individuellen Langzeitbeobachtung: jeden Tag eine Aufzeichnung nach einer bestimmten Spielregel.
Ein Seminar im WiSe 23/24 und WiSe 24/25
Autor*in: Christine Heil
Bindemittel ergeben zusammen mit Pigmenten (und ggf. Lösemitteln und weiteren Bestandteilen) eine Farbe. Das Bindemittel von Eitempera besteht traditionellerweise aus Ei(gelb), Wasser und Leinöl. Bei Ölfarbe bindet Leinöl das Pigment, und bei Acrylfarbe ein Flüssigplastik. Weitere Farben haben Bindemittel auf Basis von Knochenleim, Quark (und Kalk oder Borax), Gummi Arabicum oder Harzen (vgl. Heisig 2025).
Autor*in: Thea Schüle
Heisig, T. (2025). Bindemittel in der Kunst – Definition, Arten und Bedeutung. Website. https://www.thomas-heisig.de/2025/04/19/bindemittel/ [21.12.2025].
Dramaturgie meint den ästhetisch eindrücklichen Ablauf von Ereignissen, aus dem sich (rückwirkend) ein Bild ergibt.
Autor*in: Patricia Martsch
Unsere Erinnerungen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Identität und helfen uns dabei, uns in der Gegenwart zu orientieren (vgl. Pohl, 2010, S.77). Wir verknüpfen vor allem autobiographische Erinnerungen mit unserer Geschichte, sodass sie eng mit unserem Selbstbild und unseren Gefühlen verbunden sind (vgl. Fivush, 2010, S. 45). Der Prozess des Erinnerns und Verknüpfens beginnt im Kindesalter und wird unser Leben lang fortgesetzt: Da wir uns stetig weiterentwickeln, betrachten wir unsere Vergangenheit und Identität immer wieder anders, sodass sich ihre Bedeutungen ebenfalls mit der Zeit verändern (vgl. ebd., S.53).
Autor*in: Katharina Pätzold
Fivush, Robyn/Übers. Florian Hessel: Die Entwicklung des autobiographischen Gedächtnisses. In: Gudehus et al. (Hg.): Gedächtnis und Erinnerung. Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart 2010, S.45-53.
Pohl, Rüdiger: Das autobiographische Gedächtnis. In: Christian Gudehus et al. (Hg.): Gedächtnis und Erinnerung. Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart 2010, S.75-84.
Herumschlendern ohne ein Ziel zu haben. Bei der Figur des Flaneurs denke ich immer an französische Männer mit Zylinderhüten, die beim Spazieren die weiterlaufende Gesellschaft betrachten. In dieser Vorstellung entsteht eine Distanz zur Welt, die beim Schreiben hilfreich ist. Es kann aber auch dazu führen, dass die entstandenen Texte die Welt simplifizieren. Flanieren erinnert mich an den Film ”The Man Who Sleeps” von Bernard Queysanne und Georges Perec.
Autor*in: Leevi Ervast
Fossilisierung beschreibt einen Vorgang des Verhärtens in der Sprachforschung. Noch nicht ganz oder falsch gelernte Regeln können sich festsetzen und trotz korrektivem Input nur schwer überwindbar sein (vgl. Han 2013). Als Beispiel kann ich beschreiben, wie ich im Schul-Französischunterricht eine Pluralform scheinbar nicht richtig gelernt habe, und meine Lehrkraft es nicht bemerkt oder nicht verbessert habe. Als Jahre später, an der Universität, einer neuen Französischlehrkraft auffiel, dass ich immer den gleichen „dummen“ Fehler mache, war es wirklich schwer, ihn zu bemerken und zu korrigieren. Viel schwerer war es, den Fehler noch vor dem Aussprechen zu bemerken. Es ist schon wieder eine Weile her, dass ich Französisch gesprochen habe und dass ich einen Französischkurs besucht habe. Ich würde behaupten, dass vermutlich immer noch Reste genau dieses „fossilisierten“ Fehlers auf mich warten.
Autor*in: Thea Schüle
Han, ZhaoHong (2013). Forty years later: Updating the Fossilization Hypothesis. Language Teaching. Surveys and studies. Volume 46, Issue 2, Cambridge University Press, S. 133 – 171. https://doi.org/10.1017/S0261444812000511 [04.07.2025].
Gegenteile liefern essentielle Hinweise für die Wahrnehmung von Kunst.
Autor*in:Patricia Martsch
Größe ist hier ausschließlich im Bezug auf das Verhältnis von Körper, Umgebung und Perspektive zu verstehen. Sie entsteht im Akt des Vergleichens und wird durch Perspektive, Bewegung und emotionale Bedeutung geprägt.
Aus der Sicht des Insekts verschieben sich gewohnte Maßstäbe: Etwas Kleines gewinnt an Bedeutung, etwas Alltägliches wird monumental.
Eine Wortzusammensetzung aus Karten und Spiel.
Gemeint sind hier Karten, die als kleine, flache Papier-, Karton- oder Plastikrechtecke auftauchen. (Nicht zu verwechseln mit Postkarten, Kino-, Konzert- oder Theatereintrittskarten, Landkarten oder Speisekarten).
Die flachen, rechteckigen Karten übernehmen eine ihnen zugeordnete Funktion, indem sie z.B. einen abstrakten Wert (einen numerischen Wert) oder eine Rolle mit bestimmten Charaktereigenschaften zugewiesen bekommen.
Im Spiel wird diese abstrakte, fiktive Vorstellung in eine Realität transportiert, in der sich die Spielenden auf den Wert und die Rolle der Karte einlassen (sie unmittelbar annehmen) und auf ein Aushandeln der Spielregeln eingehen.
Das Kartenspiel stellt somit das Einlassen auf die abstrakte, fiktive Wirklichkeit der Karten, ihrer zugewiesenen Bedeutungen und der zu entdeckenden Dynamiken dar.
Autor*in: Le Thuc Anh Mai
Kartograf*innen sind erzählende Personen, die den Raum ordnen und lenken. Durch das (un)bewusste Benennen, Auslassen und Verschweigen von Räumen entsteht immer eine subjektive Karte. Diese Karte erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern macht sichtbar, dass jede Darstellung von Wirklichkeit von Perspektiven und Leerstellen geprägt ist.
Autor*in: Paula Bast
Das Wort Kollaboration kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „Zusammenarbeit“ (DWDS 2025). In dem Wort steckt das Wort „Labor“, das auf den experimentellen Charakter hinweist, den eine Kollaboration, besonders im Kunstkontext, aufweisen kann. In dem Wort steckt auch das Wort „Rat“, das darauf hinweist, dass die Personen, die kollaborieren, nicht die gleiche Expertise haben müssen, sondern sich durch unterschiedliche Impulse in ihrer Arbeit befruchten. In dem Wort steckt „Abo“ (Abonement), das auf eine Flexibilität der Dauer hinweist. Die Kollaboration kann nach Vereinbarung verlängert oder für beendet erklärt werden. Aber es betont die Kollaboration auch als etwas Verbindliches.
Autor*in: Kristina Reispich
DWDS 2025: Kollaboration, unter: https://www.dwds.de/wb/Kollaboration [zuletzt aufgerufen: 19.09.2025].
„Wir setzen uns mit verschiedenen künstlerischen Praktiken auseinander die mit unseren eigenen in Beziehung stehen, um darüber zu reflektieren, wie sich das soziale Gefüge bildet und welchen Platz wir darin einnehmen; wir erforschen die Bedeutung von ‚Kollaboration‘ im Kontext verschiedener Diskurse und künstlerischer Praktiken aus einer de(s)kolonialen Perspektive heraus. Kollaborative Praxis ermöglicht es uns, unsere eigenen Strukturen und Arbeitsweisen zu hinterfragen, zu destabilisieren und mit ihnen zu experimentieren. Sie lädt dazu ein, eine notwendige Sensibilität und Empathie zu entwickeln, um mit unserer Umgebung in Beziehung zu treten, und unterstützt uns darin, uns weiter von einer Welt zu lösen, die nach Prinzipien der Trennung und des Dualismus organisiert ist.”
Selbstverständnis für das Plenum ‚Kollaborative Praxis‘ an der HBK Braunschweig, WiSe 23/24 bis SoSe 25.
Autor*in: Luisa Ungar
Kollaborative Praxis eröffnet die Möglichkeit, sich an einem gemeinsamen künstlerischen Prozess zu beteiligen und individuelle Beiträge mit anderen Arbeiten und Positionen in Beziehung zu setzen. Sie lädt dazu ein, nicht nur ein eigenes, abgeschlossenes Ergebnis anzustreben, sondern anderen zu ermöglichen, Teil des Prozesses zu sein und Räume für neue Begegnungen und den Austausch unterschiedlicher Perspektiven zu schaffen.
Autor*in: Katharina Pätzold
Leerstandsaktivismus bedeutet, sich für Gebäude einzusetzen, die bedroht sind, zerstört oder vernachlässigt zu werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Initiative an.ders Urania1, die 2023 versucht hat, den Abriss der Urania Berlin zu stoppen oder die Initiative Abbrechen Abbrechen2, welche mit einer Ausschreibung für einen Ideenwettbewerb neue Zukünfte für das Justizzentrum in München gesammelt hat.
Es ist eine Gleichzeitigkeit zwischen Sorge tragen und Sichtbarmachen von ungenutztem Raum. Nur so können neue Perspektiven auf leerstehende Gebäude geschaffen werden und ein Verständnis für die Absurditäten des Umgangs mit dem Baubestand.
1 https://www.baunetz-campus.de/news/initiative-an-ders-urania-gegen-den-abriss-eines-duettmann-b aus-8464902 (zuletzt aufgerufen: 17.01.2026)
2 https://abbrechenabbrechen.de/ (zuletzt aufgerufen: 17.01.2026)
Autor*in: Jennifer Baus
Die Mettrage unterscheidet sich als künstlerische Technik von dem Verfahren der Collage. Die Fragmente werden nicht geklebt (frz. coller), sondern gelegt (frz. mettre) und bleiben dadurch beweglich. Neue Zusammenstellungen entstehen, indem die Fragmente zueinander in Beziehung gelegt werden. Mit der Mettrage werden Bewegungen eines Aushandlungsprozesses abgebildet und unterschiedliche Positionen nebeneinander sicht- und verhandelbar. Neue Konstellationen können ausgehend von diesem Prozess entstehen und immer wieder modifiziert und ergänzt werden. (vgl. Ballath, Stahlhoven, 2020)
Aus: Ballath, S., & Stahlhoven, K. (2020): METTRAGE positionen:relationen. Urbane Botanik. Berlin: Kulturagenten für kreative Schulen Berlin.
https://urbane-botanik.de/wp-content/uploads/2021/03/Urbane-Botanik_METTRAGE-positionen_relationen_Ballath_Stahlhoven_2020.pdf [08.10.2021].
Perspektive beinhaltet mehr, als nur das optische Prinzip. Das Sehen, Erleben und Verstehen ist an einen Körper gebunden und somit an die Positionen und Beziehung dieses Körpers zur Welt.
Autor*in: Gesa Krause-Multzsch
Studying the rhythms and architectural structures of (urban) geography while being honest towards the individual exploring it. While being immersed in these structures, the observer influences them and the structures influence the observer. The Situationists created different kinds of maps as a psychogeographic practice. What I was very drawn to was ”An Attempt at Exhausting a Place in Paris” written by Georges Perec, especially the overwhelming effect the detailed description of an urban space creates.
Autor*in: Leevi Ervast
Der Raum wird nicht nur ein physischer Ort verhandelt, sondern als ein Gefüge aus Bewegungen, Wahrnehmungen und Bedeutungen. Er entsteht dort, wo Menschen sich durch ihn hindurchbewegen, Spuren hinterlassen, Fragmente aufnehmen und innere Dialoge anstoßen. Der Raum ist damit ein sozialer und ästhetischer Erfahrungsbereich, der durch Routinen geprägt und zugleich durch künstlerische Interventionen irritiert werden kann. Er wird nicht einfach betreten, er wird wahrgenommen, verhandelt und neu gedacht.
Autor*in: Isabelle Hain, Pauline Hilgefort
Der Raum ist kein festes, objektives Gefüge, sondern entsteht erst durch Wahrnehmung, Bewegung und Beziehung.
Er wird nicht einfach betreten, sondern erfahren. Aus der Perspektive eines Insekts konstituiert sich Raum durch Nähe, Distanz, Gefahr und Schutz. Raum ist damit ein relationales Phänomen, das sich mit der Position des Körpers und dem Blickwinkel des Subjekts jederzeit verändert.
Rollen sind die in einem Spiel abgesprochenen Aufgaben, Positionen oder Funktionen, auf die sich eine einzelne Person (kurzzeitig) einlassen.
Um sich auf diese Rolle einlassen zu können, nennt Sader (1986) folgende Bedingungen:
(vgl. ebd., S.15)
Autor*in: Le Thuc Anh Mai
Sader, M. (1986). Rollenspiel und Rollenbegriff: Definitionen und Abgrenzungen. In: Rollenspiel als Forschungsmethode. VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-322-94347-7_2.
Etwas sammeln. Wir können physische Gegenstände (Steine, Briefmarken, Fotos, …) oder auch nicht physische Dinge (Erinnerungen, Gedanken, …) sammeln.
Autor*in: Lucia Grüthling
score (engl., pl. scores), zu Deutsch: Partitur.
Eine Partitur ist eine Anleitung für ein Musikstück. Diese werden in aller Regel auf Notenpapier notiert. Symbole geben Tonhöhe und -länge an, verschiedene Kürzel und Bögen definieren die Spielweise. Partituren ermöglichen ein Stück weiterzugeben, es nach Jahren wiederanzuschauen und wiederaufzuführen. Jedoch ist fraglich, ob diese Wiederaufführung identisch ist mit Aufführungen davor und danach… Jede Ausführung des Scores ist ein Original. (vgl. Friedman, 1994)
Partituren, die ohne musikalische Notation auskommen, gehen auf Entwicklungen der nordamerikanischen Experimentalmusik in den 1950er Jahren zurück. Ab den 1960er Jahren popularisierte der Fluxus textbasierte und grafische Scores in der Kunst (vgl. Biserna, 2022, S.27–30).
Autor*in: Lea Raab
Biserna, E. (Hrsg.) (2022). Walking From Scores. An anthology of text and graphic scores to be used while walking. Paris: Les presses du reel.
Friedman, K. (1994). Working from Scores. Abrufbar unter: www.mostowa2.net/angelpastor/kfriedmanscores.html [04.09.2025].
Ein Score ist eine Einladung zur Teilnahme an einem Prozess, dessen grober Rahmen vorgegeben ist, ohne ein konkretes Endprodukt zu definieren. Er kann immer wieder durchgeführt werden und zu verschiedensten Erfahrungen und Ergebnissen führen.
Autor*in: Katharina Pätzold
Das Format Mettrage entstand ausgehend von der Fragestellung: Wie geraten Standpunkte in Bewegung? Katharina Stahlhoven und ich wollten ein Format entwickeln, mit dem innerhalb von Gruppen eine kollaborative Vision zu einer gemeinsamen Fragestellung und entlang einer künstlerischen Methode entstehen könnte. Mit dem Ziel, die verschiedenen Perspektiven dieser Personen abzubilden und den Aushandlungsprozess sichtbar zu machen. Uns war wichtig, die Vision als ein bewegliches Gefüge zu verstehen – als etwas, das sich ausgehend von den beteiligten Menschen weiterentwickelt und verändern kann. Ausgangspunkt waren unsere Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit Lehrpersonen, Künstler*innen, Schüler*innen, Sozialarbeiter*innen sowie Donna Haraways Konzept des situierten Wissens (Haraway, 1995).
Autor*in: Silke Ballath
Als Traumreise wird ein angeleiteter innerer Weg durch einen erzählten Raum verstanden. Während die Augen geschlossen bleiben, entfaltet sich ein Ort allein über Sprache, Erinnerung und Vorstellung. Die Zuhörer*innen folgen einer Erzählung, die nicht vollständig ist und in der Auslassungen und Lücken bewusst gesetzt werden.
Autor*in: Paula Bast
Der Begriff Werkstatt benennt eigentlich „einen Arbeitsraum eines Handwerkers, mit den für seine Arbeit vorhandenen Geräten“ (Duden 1989, S. 1732). Nicht selten wird in ihr etwas Neues hergestellt. Werken bedeutet handwerklich und körperlich zu arbeiten, praktisch tätig zu sein, zu schaffen(vgl. ebd.). Im Kerncurriculum für die gymnasiale Oberstufe im Land Niedersachen wird der Begriff Werkstatt geöffnet und als ein Unterrichtsprinzip definiert, das dazu dient, in der Schule „das Wesen künstlerischer Tätigkeit in Produktion und Rezeption“ (Nds. Kultusministerium, S. 10) zu vermitteln. Spezifische Lerninhalte sollen hierbei von den Schülerinnen und Schülern in Aushandlung mit der Lehrperson gewählt werden und anschließend eigenständig, in Begleitung durch die Lehrperson, erarbeitet werden (vgl. ebd.).
Autor*in: Anna Becker
Dudenredaktion. (Hrsg.)(1989). Duden. Deutsches Universalwörterbuch.
Kämpf-Jansen, H. (2001): Ästhetische Forschung, Salon Verlag.
Niedersächsisches Kultusministerium. (2016): Kerncurriculum für die gymnasiale Oberstufe für das Fach Kunst.
In der Philosophie gibt es die Auffassung, dass der Zwischenraum ein leerer, intermedialer Raum ist oder ein Riss innerhalb eines Körpers oder eine eingeschobene Zone, die mit dem kontrastiert, was mit Körpern ausgefüllt ist.
Autor*in: Katharina Steinmetz